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Der Gotek Floppy Emulator von A bis Z (Teil 7)

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Das Gotek-Laufwerk als DF1:

Nicht jeder, der ein Gotek-Laufwerk verwendet, möchte auf das echte Disketten-Laufwerk verzichten. Vielleicht weil man noch Disketten rumliegen hat, oder weil man Original-Programme/Spiele testen möchte. Außerdem müssen in manchen Fällen Modifikationen am Gehäuse des Amigas vorgenommen werden, wenn man das echte Laufwerk mit den Gotek-Emulator ersetzt, weil dieses sonst nicht mehr zugänglich ist, zumindest in den kompakten Amiga-Varianten. Und eine Verstümmelung des Amigas kommt bei vielen Amiga-Usern (verständlicherweise) nicht in Frage. Deshalb kann es hilfreich sein, wenn man das Gotek-Laufwerk in einem externen (Slim-)Gehäuse einbaut. Das ist zwar technisch gesehen kein Problem, aber vom Gotek-Laufwerk kann dann nicht mehr gebootet werden, da dieses als DF1: erkannt wird. Für dieses Problem gibt es mehrere Lösungswege.

Das Gotek-Laufwerk im externen Gehäuse

Es gibt eine Vielzahl an externe Laufwerke für den Amiga, bei denen die Frontseite komplett zugänglich ist. Das bedeutet, dass wenn ein Gotek-Laufwerk eingebaut wird, steht uns keine Blende im Wege die die Verwendung des Laufwerkes einschränken könnte. Einfach das echte Laufwerk aus den Gehäuse ausbauen und dann das Gotek-Laufwerk einbauen.
Bevor das Gehäuse wieder geschlossen wird müssen wir den Jumper auf der Pin-Leiste von S0 auf S1 umstecken. Damit wird das Laufwerk als DF1 erkannt.

Jumper DF1
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Dann kann das Laufwerk verwendet werden.

external Drive
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Die ❏ Kickstart Boot-Optionen

Wie weiter oben bereits hingewiesen, können wir jetzt aber noch nicht von diesen Laufwerk booten. Abhängig von der ❏ Kickstart-Version des Amigas gibt es eine einfache Lösung:

Im Kicktart, ab Version 2.0, ist ein Boot-Loader enthalten in den einige Einstellungen vorgenommen werden können. Unter Anderem wird hier festgelegt, von welchem Laufwerk gebootet werden soll. Es genügt das entsprechende Laufwerk auswählen und schon bootet der Amiga. Die folgenden Screenshots zeigen die Boot-Optionen des ❏ Kickstarts 2.0 und 3.1.

Kickstart Boot-Optionen
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Kickstart Boot-Optionen
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Das Ganze hat zwei Nachteile:
• Beim nächsten Neustart wird wieder von DF0: gebootet
• Einige Programme funktionieren nicht korrekt wenn sie nicht vom Laufwerk DF0: geladen werden

DF0: und DF1: vertauschen

Eine weitere Möglichkeit von DF1: zu booten ist, die Laufwerke Hardwareseitig zu vertauschen. Genauer gesagt, müssen zwei Pins des CIA's vertauscht werden. Es sind die Pins 13 und 14 des CIA's U8 (Amiga 500) oder U11 (Amiga 2000).

CIA A500
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Die Verdrahtung sieht folgendermaßen aus:

Schematic

Da der Amiga nicht beschädigt werden soll, löten und schnipseln wir besser nicht am CIA rum, sondern setzen zwischen den besagten CIA zwei Sockel ein, an denen wir die Änderung vornehmen.

Folgende Komponenten werden für diese Modifikation benötigt:

IC-Sockel, 40-polig
Kippschalter
• Litze ca 0,14mm 2mt

Die Pins 13 und 14 des oberen Sockels schneiden wir ab, sodass hier kein Kontakt mehr stattfindet. Evtl. müssen die Kontakte etwas freigelegt werden. Dann löten wir viel Litzen an den Pins 13 und 14 des oberen und unteren Sockels.

CIA Pins
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CIA Pins
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Am anderen Ende der Litzen löten wir den Doppel-Wechselschalter.

Kippschalter
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Wir können jetzt mit diesem Schalter entscheiden ob das interne oder das externe Laufwerk DF0: sein soll und von diesen booten.
ACHTUNG: Den Schalter nicht im eingeschalteten Zustand umschalten!

So können wir echte Disketten als auch ❏ ADF-Images verwenden. Der Vorteil gegenüber der Software-Lösung ist, dass alle Programme ohne Probleme laufen sollten.

Externer DF1 Adapter

Wer kein externes Diskettenlaufwerk besitzt oder dieses nicht verwenden möchte kann auf eine Alternative zugreifen. Mit einem speziellen Adapter können interne Laufwerke extern am Floppy-Port des Amigas angeschlossen werden, so auch das Gotek-Laufwerk. Es gibt viele verschiedene Adapter zu einem halbwegs realistischen Preis: Siehe Ebay

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