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Der Gotek Floppy Emulator von A bis Z (Teil 3)

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Die Gotek-Firmware flashen (Linux)

Der Flashvorgang wurde bei meinen Test mit der Linux-Distribution Mint durchgeführt. Es ist nicht auszuschließen, dass auf anderen Distributionen einige Punkte abweichen könnten.
Zuerst muss das Gotek-Laufwerk angeschlossen werden, siehe weiter oben unter "Gotek-Laufwerk und PC verbinden". Ist das vollbracht installieren wir die Software stm32flash mit den folgenden Befehl im Terminal:

sudo apt-get install stm32flash

Dann kontrollieren wir ob eine Verbindung hergestellt werden kann und deaktivieren den Schreibschutz

sudo stm32flash -u /dev/ttyUSB0

stm32flash

Wenn keine Verbindung hergestellt werden kann (Failet to init device), einfach einen Reset durchführen indem man die Pins RST auf den Gotek-Laufwerk kurzzeitig verbindet.
Je nachdem wieviele Geräte am PC angeschlossen sind, könnte sich die Device-Bezeichnung auch anders aussehen.
Bei angeschlossenen USB->TTL-Adapter in das Verzeichnis /dev/serial/by-id/ schauen. Dort sieht man die Bezeichnung des Adapters und dessen Portnummer. Ist das gelungen können wir die Firmware flashen.

sudo stm32flash -b 115200 -w CortexAmigaFloppyEmulator_1.05a.hex /dev/ttyUSB0

stm32flash

Eventuell muss das Verzeichnis zur Firmware angepasst werden. Und natürlich muss auch der Name der Firmware angepasst werden, sollte in der Zwischenzeit eine neue Version verfügbar sein. Bei meinen Tests brach der Flashvorgang aus einen mir nicht bekannten Grund ab wenn ich als Übertragungsgeschwindigkeit 115200 angegeben habe. Der USB->TTL sowie das Gotek-Laufwerk unterstützen diese Geschwindigkeit. Trotzdem gelang die Übertragung nur mit einer Geschwindigkeit von 57600.

Der Gotek-Emulator ist jetzt bereit zum Einsatz. Bevor es losgeht müssen aber noch ein paar Kleinigkeiten erledigt werden. Als erstes muss der Jumper auf den Pins S0 verschoben werden. Auf dieser Pinleiste sollte sich nachher nur dieser eine Jumper befinden.

Jumper DS0
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Des Weiteren muss jetzt der Jumper der der Pins Boot0 und 3,3V verbindet entfernt werden, damit der Programmiermodus beendet wird.

Anschließend ersetzen wir das originale Diskettenlaufwerk des Amigas mit den Gotek-Laufwerk. Wir werden feststellen, dass das Laufwerk zwar mechanisch in das Gehäuse passt, aber nachher nicht mehr zugänglich ist, zumindest nicht im Amiga 500/600/1200. Wie dieses Problem umgangen wird, ohne das Gehäuse zu verstümmeln, wird später erklärt.

Floppy einbau
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Jetzt muss der USB-Stick noch vorbereitet werden. Damit das Menü mit der Auswahl der ❏ ADF-Dateien gestartet wird, kopieren wir die Boot-Diskette "SELECTOR.❏ ADF" im Stammverzeichnis eines ❏ FAT32 formatierten USB-Stick. Die Datei SELECTOR.❏ ADF haben wir zusammen mit der Firmware heruntergeladen. Dieses Image wird automatisch geladen wenn der Amiga eingeschaltet wird und der USB-Stick eingesteckt wurde. Bevor wir dies machen kopieren wir noch ein paar beliebige Programme/Spiele im ❏ ADF-Format auf den Stick. Diese können auch in Unterordner sortiert werden. Die Roms können beispielsweise von hier runtergeladen werden: www.amigaland.de

Inhalt USB Stick
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Endlich ist das Gotek-Laufwerk einsatzbereit. Wenn wir jetzt den Amiga einschalten und den USB-Stick einstecken, sollte das Menü angezeigt werden.

Gotek Menu
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Mit den Pfeil-Tasten wird die gewünschte Diskette ausgewählt und mit der Eingabetaste in das gewünschte virtuelle Diskettenlaufwerk eingelegt. Mit der Löschtaste werden Images wieder ausgeworfen. Zwischen den virtuellen Disketten schalten wir mittels Tasten auf der Vorderseite des Gotek-Emulators um. Welches Disketten-Image gewählt wurde, wird im Zahlen-Display angezeigt. Laufwerk 000 ist übrigens immer die Boot-Diskette (SELECTOR.❏ ADF).

Der USB-Stick kann auch unter der geladenen Workbench eingesteckt werden. Zwischen den virtuellen Disketten wird auch hier mittels Tasten auf der Vorderseite des Gotek-Emulators umgeschaltet.

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