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Amiga PiStorm (Teil 3)

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Inhaltsverzeichnis Teil 3

• RTG-Emulation über den HDMI-Port
• Maus und Tastatur am USB-Port
• Swap DF0 with DF1/2/

RTG-Emulation über den HDMI-Port

Der HDMI-Port am Raspberry Pi wird nach der Ersteinrichtung der PiStorm nicht mehr benötigt. Zumindest nicht als Ausgabegerät für das Linux-Betriebssystem. Denn der HDMI-Port kann als Amiga RTG-Emulation verwendet werden. Das bedeutet, dass die Bildausgabe des Amigas nicht über den RGB-Port, sondern über HDMI mit einer höheren Auflösung auf einem Monitor dargestellt wird.

Damit der HDMI-Port genutzt werden kann, wird folgendes vorausgesetzt:
- Ein bereits eingebundenes Festplatten-Image mit installierten AmigaOS 3.X
- Picasso96 Treiber (Download)
- LHA (Download)
- Ein am HDMI-Port angeschlossener Monitor

Hinweis: Kopiere den Picasso96-Treiber sowie LHA auf das Festplatten-Image des Amigas (Z.B. mittels WinUAE). Dekompriemiere den Picasso96-Treiber nicht unter Windows. Das führt in den meisten Fällen zu Fehlern.

Haben wir alle Voraussetzungen erfüllt, loggen wir uns auf den Pi ein und ändern die PiStorm Config-Datei.

cd ~/pistorm
nano default.cfg

Suche hier nach setvar rtg und lösche die Raute die sich davor befindet.

Des Weiteren brauchen wir einige Daten vom Festplatten-Image "pistorm.hdf" welches Teil der PiStorm-Software ist. Wir binden dieses Image als zweite Festplatte ein indem wir die Raute in der Zeile setvar piscsi6 platforms/amiga/pistorm.hdf löschen.

pistorm.hdf

Speichere die Datei mit STRG+O, verlasse den Editor mit STRG+X und starte die Emulation mit sudo ./emulator.

Ist der Amiga gestartet, packen wir LHA aus. Öffne die Amiga ❏ Shell, wechsle in den Ordner in den sich LHA und der Picassotreiber befinden.

cd [Pfad zu LHA]
lha.run

File list

Anschließend dekomprimieren wir den Picasso-Treiber. Gib dazu folgenden Befehl in der ❏ Shell ein:

lha_68K x Picasso96.lha

Starte den Picasso-Installer mit einem Doppelklick auf "InstallPicasso" und folge den Anweisungen. Alle Angaben können wie vorgegeben angenommen werden, mit Ausnahme von zwei Punkten. Bei der Auswahl des Treibers sollte "Picasso IV" ausgewählt werden. Zwar benötigen wir diesen Treiber nicht, aber wenn nichts gewählt werden würden, bräche der Installer mit einer Fehlermeldung ab.

Picasso-Installer

Des Weiteren sollte "P96_PrinterPatch" nicht installiert werden.

Picasso-Installer

Weiter geht es mit der Installation von PiGFX. Das Tool befindet sich auf der zweiten Festplatte unter "PiStorm/rtg/PiGFX Install/PiGFX Installer". Wir starten den Installer. Auch hier können alle Vorgaben akzeptiert werden, bis auf einen Punkt. Während der Installation werden wir nach den Picasso-Verzeichnis gefragt. Hierbei ist der Ordner mit den Installer gemeint (Picasso96Install), nicht der Ordner in den Picasso installiert wurde.

Picasso-Installer

Fast geschafft! Jetzt starten wir das Tool "Picasso96Mode" das sich im Prefs-Ordner von AmigaOS befindet, wählen "Pistorm RTG (1) PiGFX" und speichern die vorgenommene Wahl mit "Save".

Hinweis: Aufgrund der momentan nicht korrekten Auflösung, kann es sein, dass ein Teil des Bildschirmes abgeschnitten ist. Allerdings sollte es möglich sein nach unten zu scrollen.

PiStorm RTG

Nach den Neustart laden wir das Tool "Screenmode" das sich ebenfalls im Prefs-Ordner von AmigaOS befindet. Für den ersten Test dürfte "1280x720 HiColor" passen. Nach einem Klick auf "Save" sollte die Workbench am HDMI-Monitor dargestellt werden.

Resolution
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Die RTC Uhr

RTC steht für Real Time Clock. Dessen Funktion ist es, Datum und Uhrzeit des Rechner zu speichern, auch wenn dieser ausgeschaltet wird. RTC-Module waren früher oft in Speichererweiterungen des Amiga, oder direkt auf den Mainboard verbaut, wie beim Amiga 500+. Die PiStorm-Erweiterung bietet ebenfalls eine RTC-Funktionalität. Diese ist ab Werk aktiviert und es gibt kaum einen Grund diese zu deaktivieren. Wer die RTC-Funktion deaktivieren möchte, um beispielsweise ein anderes RTC-Modul zu verwenden, muss die entsprechende Zeile in der PiStorm Config-Datei aktivieren. Öffne die Config-Datei:

cd ~/pistorm
nano default.cfg

Lösche die Raute vor #setvar enable_rtc_emulation 0

RTC

Speichere die Datei mit STRG+O und verlasse den Editor mit STRG+X.

Maus und Tastatur am USB-Port

Eine an den USB-Ports angeschlossene Maus und/oder Tastatur kann als Eingabegerät für den Amiga verwendet werden. Dabei werden, nach entsprechender Konfiguration, die Eingaben vom Raspberry Pi zum Amiga weitergeleitet.

Ein Hinweis vorweg: Zwar funktioniert die Weiterleitung der Eingaben mittels Maus und Tastatur in den meisten Fällen sehr gut, laut Entwickler der PiStorm wird die Weiterleitung nicht von allen Applikationen unterstützt.

Zum aktivieren der Tastaturunterstützung müssen einige Änderungen in der Config-Datei vorgenommen werden:

cd ~/pistorm
nano default.cfg

Lösche die Raute vor den folgenden Zeilen:

#keyboard k nograb noautoconnect (sollte bereits aktiviert sein)
#kbfile /dev/input/event1

Keyboard
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Speichere die Datei mit STRG+O und verlasse den Editor mit STRG+X.

Die USB-Tastatur sollte bereits beim Start des Raspberry Pi eingesteckt sein. Starte anschließend die Emulation mit sudo ./emulator. Die Eingabe der USB-Tastatur wird erst wirksam wenn die Taste "K" gedrückt wird. Mit der Taste "F12" wird die Tastaturweiterleitung wieder deaktiviert.

Sollte die Tastatur-Eingabe nicht weitergeleitet werden, dann versuche die Ziffer hinter kbfile /dev/input/event1 abzuändern, beispielsweise in kbfile /dev/input/event0.

Die USB-Maus wird auf ähnliche Weise aktiviert: Lösche die Raute vor der Zeile #mouse /dev/input/mice m noautoconnect (sollte bereits gelöscht sein). Starte die Emulation mit sudo ./emulator und aktiviere die Maus mit der Taste "M" auf der USB-Tastatur.

Beachte, dass die Maus nur mit der Taste "M" eingeschaltet werden kann, wenn die Tastatur-Weiterleitung deaktiviert ist, weil sonst die Betätigung der Taste an den Amiga weitergeleitet wird.

Swap DF0 with DF1/2/

Wer ein externes Gotek-Laufwerk besitzt, der weiß, dass viele Programme nicht von DF1 booten. Das selbe Problem taucht auf wenn das interne Diskettenlaufwerk nicht mehr funktionstüchtig ist und deshalb versucht wird von einem externen Disketten-Laufwerk zu booten. Die PiStorm ermöglicht es, das interne Laufwerk mit dem externen zu tauschen. Das bedeutet, dass das externe Laufwerk nicht mehr als DF1 sondern als DF0 angesprochen wird. Entsprechend booten alle Programme von den externen Laufwerk.

Die dafür zuständige Funktion muss in der Config-Datei aktiviert werden:

cd ~/pistorm
nano default.cfg

Lösche die Raute vor folgenden Befehl #setvar swap-df0-df 1

Swap DF0

Speichere die Datei mit STRG+O, verlasse den Editor mit STRG+X und starte die Emulation mit sudo ./emulator.

Teil 4 folgt bald

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