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Amiga-Disketten lesen und beschreiben mit Amiga Floppy Disk Reader

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Wer einen Amiga besitzt, oder auch nicht, kommt manchmal in die missliche Lage, Disketten retten zu wollen, die aber vom PC-Diskette-Laufwerk nicht gelesen werden können. Anders rum, also vom PC zum Amiga haben wir das selbe Problem, denn irgendwie muss eine Server-Software auf den Amiga gelangen die Daten empfängt und sendet. Abhilfe schafft dieses Projekt mit den ein PC-Diskettenlaufwerk mittel USB an den Rechner angeschlossen wird. Das tolle an der Sache, es können Amiga-Disketten gelesen und beschrieben werden, direkt am PC unter Windows 10.

Danke an Robert Smith der mir gestattet hat, seine Anleitung (amiga.robsmithdev.co.uk) auf Deutsch zu übersetzten und für Anfänger etwas anzupassen. Siehe auch das entsprechtendes Github Projekt. (GNU General Public License v3.0). Wer den Autor mit einer Spende danken möchte, kann dies gerne auf seiner Spenden-Seite machen: justgiving.com oder paypal.me.

Bevor es los geht, noch ein paar Hinweise (Wichtig!)
- Vermeide statische Ladungen durch das Berühren eines geerdeten Objektes, wie beispielsweise einen Heizkörper. Oder verwende ein antistatisches Armband.
- Sorge dafür, dass die elektronischen Teile isoliert sind. Ein Kurzschluss kann den Arduino oder andere Teile beschädigen.
- Ein eventuell vorhandenes Programm im Arduino wird überschrieben wenn ein neues geflasht wird.
- Aktiviere den Schreibschutz von Disketten die nicht beschrieben werden sollen.
- Ich übernehme keine Verantwortung über Schäden die direkt oder indirekt durch diese Anleitung entstanden sind.

Die Komponenten

Folgende Komponenten werden für dieses Projekt benötigt:
Arduino Pro Mini
USB zu TTL Seriell Modul FT232RL FTDI
PC Disketten-Laufwerk
1KΩ Widerstand
Draht-Brücken Stecker-Buchse, Stecker-Stecker und Buchse-Buchse
Experimentierplatine

Für die Spannungsversorgung des Disketten-Laufwerkes wird ein PC-Netzteil oder eine andere externe Spannungsquelle mit 5V/12V empfohlen. Nicht jedes Disketten-Laufwerk benötigt die 12V, doch auch in diesem Fall sollte man sich für eine externe Spannungsversorgung entscheiden und nicht die 5V der USB-Schnittstelle verwenden, da diese möglicherweise nicht genügend Strom liefern kann.

Die Arduino Firmware flashen

Damit der Arduino geflasht werden kann, muss der FTDI-Converter an den Arduino gesteckt werden und zwar so, dass die Beschriftungen der Pins (5V,GND,DTR...) übereinstimmen, abgesehen vom Pin CTS der nach oben gebogen werden muss.

FTDI-Converter
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Für den Flashvorgang wird CTS (Datenflusskontrolle) nicht benötigt. Die restlichen Pins des FTDI-Converters können nun an den Arduino angelötet werden.

FTDI-Converter
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Bevor wir zur Software über gehen, sollten wir noch sicherstellen, dass der Jumper am FTDI-Converter auf 5V eingestellt ist.

Jumper
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Und nun zum Windows-Treiber: Damit Windows den FTDI-Converter erkennen kann, wird ein Treiber benötigt. Welcher das ist, hängt vom verwendeten FTDI-Converter ab. Der Treiber für den FTDI-Converter der in dieser Anleitung von mir verwendet wurde (siehe hier), ist auf der folgenden Webseite zu finden: ftdichip.com. Suche nach den Windows-Treiber und lade diese runter.

Jumper

Das Archiv enthält eine Setup-Datei die lediglich ausgeführt werden muss. Nach erfolgter Installation verbinden wir den FTDI-Converter mit den PC mittels USB-Kabel. Das FTDI-Modul sollte erkannt werden. Um sicherzustellen, dass alles korrekt installiert wurde, öffnen wir den Geräte-Manager von Windows und suchen den entsprechenden Treiber.

Jumper

Die COM-Adresse neben den Geräte-Namen notieren wir uns. Als nächstes müssen wir die Arduino-IDE Software runterladen (Download) und installieren diese. Dann laden wir die Firmware für den Arduino runter (Download). Sie befindet sich im Ordner mit der Endung .sketch und nennt sich FloppyDriveController.sketch.ino.

Jumper

Diese Datei öffnen wir nun mit Arduino IDE

Sketch
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Anschließen müssen folgende Einstellungen in Arduino IDE vorgenommen werden damit der Arduino Mini geflasht werden kann.

Board: Arduino Pro or Arduino Pro Mini
Prozessor: ATmega328P (5V,16 Mhz)
Port: Die Port-Nummer haben wir weiter oben im Geräte-Manager neben den Geräte-Namen gesehen. In meinem spezifischen Fall ist es COM3.

Arduino Settings

Endlich kann die Firmware geflasht werden, mit einen Klick auf die Taste "Hochladen" oder mit der Tastenkombination STRG+U.

Arduino Upload
Die Verdrahtung

Die Verdrahtung ist seht einfach und mit wenig Draht-Brücken erledigt.

Schematics
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Hier kann die Verdrahtung in höherer Auflösung runtergeladen werden: Download. Das könnte dann am Ende so aussehen.

Schematics
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Schematics
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Die Software

Die Software die wir zum Übertragen der Disketten-Images brauchen finden wir in bereits kompilierter Form hier: Download. Wir starten das Programm "ArduinoFloppyReaderWin.exe" und geben den COM-Port an den unser Arduino hängt. In meinen Fall Port 3.

ArduinoFloppyReader

Anschließend sollte mit einem Klick auf "Run Diagnostics" das Diagnose-Programm gestartet werden. Folge den Anweisungen des Programmes. Eine Amiga-Diskette wird für den Test benötigt. Verwende am besten eine leere, formatierte und fehlerfreie Diskette.

Diagnostics

Wenn alle Tests erfolgreich abgeschlossen wurden, können wir mit "Copy Disk to ❏ ADF file" eine Amiga-Diskette als ❏ ADF-Image auf der PC-Festplatte speichern. Es muss lediglich der Speicherort angegeben und dann auf "Copy Disk" geklickt werden. Die Diskette wird zwar nur gelesen aber es wird immer empfohlen den Schreibschutz zu aktivieren um Datenverluste zu vermeiden.

Disk to ADF

Disk to ADF

Genau so einfach lassen sich ❏ ADF-Images auf eine Amiga Diskette schreiben, mit "Write ❏ ADF File to Disk". Zuerst muss die gewünschte ❏ ADF-Datei gewählt und mit "Write Disk" der Schreibvorgang eingeleitet werden.

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