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Amiga-Emulation auf der Wii

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E-UAE ist im Vergleich zu WinUAE vielleicht nicht so umfangreich konfigurierbar, dafür gibt es ihn für alle möglichen Systeme. Die Nintendo Wii bietet genug Leistung um den Amiga zu emulieren. WiiUAE ist eine Portierung von E-UAE. Leider ist es nicht möglich WiiUAE so ohne weiteres auf der Wii zu installieren. Deshalb müssen zuerst einige Vorbereitungen vorgenommen werden: Auf der Wii muss ein Homebrew-Channel installiert werden, der es ermöglicht Homebrew-Programme von der SD-Karte zu laden. Homebrew-Programme sind keine illegalen Programme, sondern von Entwicklern programmierte Software, die die Wii um viele neue Funktionen erweitert.
Um den Homebrewchannel installieren zu können, müssen Softwareänderungen an der Wii vorgenommen werden. Bevor du den Kanal installierst ließ unbedingt die folgenden Punkte.

• Bei der Installation des Homebrew-Channels wird die Firmware der Wii modifiziert. Das bedeutet, dass die Garantie erlischt. Konsolen auf denen Fremdsoftware installiert wurde, werden von Nintendo nicht repariert!
• Die Installation des Homebrew-Channels ist relativ ungefährlich. Trotzdem bleibt ein Restrisiko die Firmware der Wii zu zerstören! Ich übernehme keine Verantwortung für Schäden jediglicher Art.
• Wenn ein Softwareupdate für die Wii erscheint, kann dieses möglicherweise den Channel löschen. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass das Update nicht installiert werden kann oder sogar dass die Konsole gebannt wird.
• Diese Anleitung benötigt den Homebrewchannel ausschließlich für die Ausführung von legaler Software. Dies ist keine Anleitung zum Abspielen von Raubkopien!
• Besitzt deine Wii eine Firmware neuer als 4.3, dann installiere den Channel nicht mit dieser Anleitung!
• Wenn du dir die Installation des Channels und des Emulators nicht zutraust, dann empfehle ich die Installation nicht durchzuführen. Besser eine Wii ohne Emulator als gar keine Wii.

Die Firmware-Version

Zum Zeitpunkt dieser Anleitung war die Version 4.3 die aktuelle Firmware der Wii. Diese Anleitung zeigt die Installation der Hombrew-Channels nur für die Firmware-Version 4.3. Sollte auf deiner Wii eine ältere Firmware installiert sein, kann diese mit auf die aktuelle Version mittels Wii-Update aktualisiert werden. Dazu muss die Wii mit den Internet verbunden sein. Einige Spiele setzen die aktuelle Firmware voraus, beim Einlegen dieser Spiele wird die Firmware von der CD aktualisiert. Besitzt deine Wii eine neuere Firmware, dann installiere nicht den Channel mit dieser Anleitung! Möchtest du die Firmware deiner Wii aus irgend einen Grund nicht aktualisieren, dann verweise ich auf folgende Seite, auf der die Installation mit älteren Firmware-Versionen erklärt wird: forum.wii-homebrew.com
Um die Firmware-Version deiner Wii zu ermitteln, gehe zu den Wii-Optionen. Dort wird die Version angezeigt (Wii Optionen -> Wii-Systemeinstellungen 1).

Wii Firmware
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Die SD-Karte

Als erstes brauchen wir eine SD-Karte auf der wir die benötige Software installieren können. Seit der Firmware-Version 4.x werden auch SDHC-Karten unterstützt. Das bedeutet, es können auch SD-Karten mit einer Kapazität größer als 2GB verwendet werden. Die Karte sollte im ❏ FAT32-Format formatiert werden, damit sie von der Wii gelesen werden kann.

Der Homebrew-Channel

Der Homebrew-Chanel wird mittels einer Lücke in der Firmware installiert. Deshalb gibt es für jede Firmware einen neuen Weg die Software zu installieren weil die Lücken mit jedem Wii-Update nach und nach geschlossen werden. Auf der folgenden Seite können wir den Channel runterladen: please.hackmii.com.
Dort müssen wir die Firmware-Version angeben und gleich darunter die MAC-Adresse unserer Wii. Die MAC-Adresse finden wir in den Wii-Optionen unter "Konsoleninformationen" (Wii-Optionen -> Wii-Systemeinstellungen 2 -> Internet -> Konsoleninformationen).

Wii Mac
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Letterbomb WWW
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Das Häkchen neben "Bundle the HackMii Installer for me!" kann bleiben. Jetzt noch die zwei Worte im Captcha eingeben und dann auf "Cut the red wire" oder "Cut the blue wire" klicken. Die Datei wird heruntergeladen. Die heruntergeladene ZIP-Datei entpacken wir und kopieren den Inhalt des Ordners LetterBomb direkt auf die SD-Karte. Hinweis: Nicht den Ordner "LetterBomb" auf die Karte kopieren, sondern dessen Inhalt. Der Inhalt der der SD-Karte sollte wie auf den folgenden Bild aussehen:

SD Card

Stecke jetzt die SD-Karte in den SD-Slot der Wii und öffne deine Pinnwand (Das Brief-Symbol unten rechts). Wenn du jetzt das Datum einen Tag vor oder zurückschaltest, sollte ein roter Briefumschlag mit einer Bombe erscheinen.

Letterbomb Pinnwand
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Klicke auf den Briefumschlag um die Installation zu starten und folge den Anweisungen. Die Installation ist selbsterklärend. In der folgenden Bilderstrecke wird der gesamte Weg gezeigt:

Install Letterbomb
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Install Letterbomb
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Install Letterbomb
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Install Letterbomb
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Install Letterbomb
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Install Letterbomb
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Ist die Installation abgeschlossen erscheint der leere Homebrew-Channel. Drücke die Home-Taste deines Wii-Controllers und klicke auf "Beenden, zum System-Menü". Auf den Home-Screen der Wii sollte jetzt ein neuer Channel angezeigt werden. Möglicherweise befindet sich der neue Channel auf der zweiten Seite des Home-Bildschirmes.

New Channel
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Da der Channel jetzt installiert ist, brauchen wir den Exploit nicht mehr, LetterBomb kann von der SD-Karte gelöscht werden.

Der ❏ Kickstart

Der ❏ Kickstart ist Bestandteil des Betriebssystemes AmigaOS. Damit WiiUAE den Amiga korrekt emulieren kann wird ein ❏ Kickstart-Rom benötigt. Zumindest einen ❏ Kickstart in der Version 1.3 (für Amiga 500) oder Version 3.x (für Amiga 1200) brauchen wir um den Amiga zu emulieren. Es gibt mehrere Möglichkeiten diese ❏ Kickstart-Datei zu erhalten:
• Direkt von einem Amiga mit Kickgrab auslesen (Siehe Anleitung)
• Die ❏ Kickstartdatei von einen echten Amiga auslesen und zugleich auf einen PC übertragen mit Amiga-Explorer (Siehe Anleitung)
• Die Amiga Forever CD kaufen auf der sich mehrere ❏ Kickstart-Dateien befinden (Siehe Amiga Forever Webseite)

Achtung! Diverse Seiten im Internet bieten diese ❏ Kickstart-Dateien zum Download an, dies ist aber nicht legal!

WiiUAE installieren

Jetzt sollten wir den Emulator runterladen: code.google.com. Wir entpacken die runtergeladene ZIP-Datei und finden darin zwei Ordner, "apps" und "uae". Diese zwei Ordner kopieren wir in das Stammverzeichnis der SD-Karte. Der Inhalt der SD-Karte sollte anschließend wie auf den folgenden Bild aussehen.

SD Card

Als nächstes kopieren wir die ❏ Kickstart-Datei in den Ordner uae -> roms auf unserer SD-Karte und benennen sie in "kick.rom" um. Wenn die ❏ Kickstartdatei nicht diesen Namen trägt wird der Emulator nicht starten. Und natürlich brauchen wir noch einige ❏ ADF-Dateien (Amiga-Disk-File) um das Ganze zu testen. Beispielsweise hier können legal einige ❏ ADF-Dateien runtergeladen werden: www.amigaland.de. Die ❏ ADF-Dateien kopieren wir in das Verzeichnis uae -> floppies.
Die SD-Karte kann jetzt in den SD-Slot der Wii eingesteckt werden. Wenn wir jetzt den Homebrew-Channel öffnen sollten wir den Emulator sehen.

Homebrew Channel Menu
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Klicke auf den Menü-Eintrag und dann auf "Laden" um den Emulator zu starten. Wenn alles geklappt hat, sollte der emulierte Amiga starten.

Homebrew Channel Menu
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WiiUAE First Start
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Die Konfiguration

Um in das Konfigurationsmenu von WiiUAE zu gelangen, drücke die Home-Taste des Wii-Controllers. Um durch die einzelnen Optionen navigieren zu können, muss der Wii-Controller horizontal in den Händen gehalten werden. Dabei dient das Steuerkreuz zur Auswahl der Optionen, die Taste 2 zum öffnen und bestätigen der Einstellungen und mit der Taste 1 gelangt man zurück zum übergeordneten Menupunkt.

WiiUAE Main Menu
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Insert Floppy: Die ❏ ADF-Dateien die sich auf der SD-Karte befinden können hier ausgewählt werden und ins Laufwerk df0 bis df3 eingelegt werden. Wird man in einem Spiel aufgefordert eine Diskette einzulegen, können die Diskette jederzeit gewechselt werden.

WiiUAE Insert Floppy
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States: Unter "States" kann das aktuelle Speicherbild gespeichert werden, auch wenn das Spiel keine Speicherfunktion anbietet. Diese Speicherstände können anschließend wieder geladen oder gelöscht werden.

Wiimote configuration: WiiUAE unterstützt mehrere Eingabegeräte, nicht nur die Wiimote. Mit diesen Optionen lassen sich Tastenbelegungen für Wiimote, Nunchuk, Classic Controller und auch "Mario kart wheel" einstellen, sei es für den ersten als auch für den zweiten Controller. Eine Maus-Emulation ist auch möglich.
Außerdem kann eine an der Wii angeschlossene USB-Tastatur verwendet werden.

WiiUAE Wiimote configuration
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Virtual keyboard: Seit Version 7.0 kann eine virtuelle Tastatur aufgerufen werden, die die Eingabe von Texten mittels Wii-Controller erlaubt. Alternativ kann, wie bereits angesprochen, eine echte USB-Tastatur verwendet werden.

WiiUAE Virtual keyboard
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Hardware Options:

Amiga model: WiiUAE bietet bereits Vorlagen für einige Amiga-Konfigurationen. Wählt man eine dieser Konfigurationen werden die technischen Einstellungen von WiiUAE automatisch eingestellt. Mit "Custom" kann eine eigene Vorlage hinzugefügt werden.
Video system chipset: Die Bildformate PAL (europäisch), oder NTSC (Amerikanisch) können hier ausgewählt werden.

WiiUAE Hardware Options
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CPU/Chipset options: Je nachdem was für ein Amiga emuliert werden soll, braucht es einen geeigneten Prozessor. So wird üblicherweise für einen Amiga 500 ein 68000- und für den Amiga 1200 ein 68020-Prozessor verwendet.
Chipset type: Der Chipset ist abhängig von den emulierten Amiga. Frühe Amiga 500 waren mit einen OCS-Chipsatz ausgestattet, spätere Modell mit einen ECS-Chipsatz. Im Amiga 1200 hingegen werkelt der AGA-Chipset. Sollten einige ältere Programme auf einen emulierten Amiga 500 mit den ECS-Chipsatz nicht korrekt laufen, so sollte man den OCS-Chipsatz probieren.

WiiUAE CPU and Chipset options
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Memory options:
Die Speicheraustattung des virtuellen Amiga kann hier konfiguriert werden. "Chip-Mem" ist der Speicher der ab Werk im Amiga verbaut ist, "Slow mem" sind Speichererweiterungen, üblicherweise in der Trapdoor-Schnittstelle des A500 und "Fast mem" sind Speichererweiterungen mit einer schnellen Zugriffsgeschwindigkeit die sich auch auf Turbokarten befinden. "❏ Zorro3 mem" sind Speichererweiterungen für die ❏ Zorro-Schnittstelle, beispielsweise für den Amiga 4000.

WiiUAE Memory options
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Change ROM: Der ❏ Kickstart von dem weiter oben schon gesprochen wurde, wird hier ausgewählt. Wird dieser hier gewählt, muss er nicht mehr, wie anfangs hingewiesen, den Namen kick.rom tragen.

Emulation options:

Emulation accuracy: Hier kann man sich zwischen hohe Emulations-Kompatibilität und schnelle Emulation entscheiden. Sollte ein Programm nicht korrekt laufen, sollte hier "Cycle-Exact" gewählt werden.
CPU to chipset speed: Hier wird die Leistung des Chipsatzes relativ zur CPU-Leistung eingestellt.
Framerate: Die Framerate bestimmt wieviele Frames (Bilder) angezeigt bzw. übersprungen werden. Eine höhere Framerate erhöht die Bildqualität, verringert aber die Emulations-Geschwindigkeit.
Floppy speed: Die Geschwindigkeit des emulierten Diskettenlaufwerkes wird hier bestimmt. Beachte dass manche Programme mit einer zu hohen Laufwerksgeschwindigkeit nicht korrekt geladen werden können.
Sound interpolation: Aktiviert den Ton-Interpolation-Modus für den Audio-Ausgang. Dieser wird nur für 16bit Audioausgabe ünterstützt. Die Audio Interpolation ist eine Technik, die die Wellenform glättet und unter Umständen eine bessere Soundausgabe generiert.
Collision level: Hier wird die Kollisions-Erkennung eingestellt. Diese Funktion wird aber nur selten von Programmen/Spielen verwendet. "None" deaktiviert die Kollisionsabfrage, "Sprites" erkennt ausschließlich "Sprite auf Sprite"-Kollisionen, "Playfields" erkennt zusätzlich "Sprite auf Hintergrundebene"-Kollisionen und "Full" erkennt alle Kollisionen inklusive Spieler-Sprite auf Hintergrund.
Immediate blits: Blitter werden hiermit sofort beendet, was die Emulationsgeschwindigkeit zwar erhöht, die Kompatibilität aber verringert. Diese Option ist nur wirksam wenn der zyklus-genaue (cycle-exact) Modus nicht aktiviert ist.

WiiUAE Emulation options
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Other Options:

Correct aspect: Wenn der emulierte Amiga-Bildschirm größer als das Fenster ist in dem er ausgeführt wird, versucht diese Option den Inhalt an das Fenster anzupassen.
Scanlines: Diese Option generiert in jeder zweiten Zeile dunkle Linien um die vertikale Auflösung zu erhöhen.
Leds: Wird diese Option aktiviert werden am unteren Bildschirmrand einige Leds eingeblendet die die Laufwerksaktivitäten anzeigen.
Port: Hier kann eingestellt werden auf welchen Laufwerk die ❏ ADF-Dateien Liegen. SD steht für SD-Karte, USB für USB-Stick, und SMB für eine Netztwerkfreigabe.

WiiUAE Other Options
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Save confs:
Hiermit werden die vorgenommenen Einstellungen gespeichert. Die Einstellungen werden in der Datei uaerc.saved gespeichert.

Reset UAE
Der virtuelle Amiga wird neu gestartet.

Virtuelle Festplatten einbinden (HDF-Files)

Da WiiUAE eine Portierung des Emulators E-UAE ist, kann auch dieser mit virtuellen Festplatten (HDF-Files) umgehen. Dazu muss die HDF-Datei in den Ordner UAE -> harddisks kopiert werden. Anschließend muss die uaerc-Datei, die sich im Ordner UAE befindet, ergänzt werden. Möglicherweise befindet sich neben uaerc eine zusätzliche Datei namens uaerc.saved im selben Ordner. Diese Datei wurde von WiiUAE erstellt falls man schon mal eine Konfiguration abgespeichert hat. Falls uaerc.saved vorhanden ist, öffnen wir diese mit einen beliebigen Text-Editor. Falls nur die Datei uaerc vorhanden sein sollte, öffnen wir diese. In einer beliebigen Zeile geben wir folgende Zeile ein:

hardfile2=rw,DH0:/uae/harddisks/hardfile.hdf,32,1,2,512,0,

Diese Parameter sollten für die meisten HDF-Dateien funktioneieren. Genauere Informationen und Syntax über diesen Befehl gibt es hier: slackware.sukkology.net.

Statt "hardfile.hdf", geben wir den Namen der HDF-Datei an die wir in den Ordner uae -> harddisks kopiert haben.

Anschließend starten wir WiiUAE und wählen als Amiga-Konfiguration einen Amiga 600 mit ❏ Kickstart 2.05 oder neuer. Dann legen wir eine Workbenchdiskette (2.05 oder neuer) ein und speichern diese Konfiguration mit "Save confs". Der virtuelle Amiga kann nun gestartet werden. Wenn die Workbench geladen wurde, sollte die Festplatte angezeigt werden. Falls der falsche Pfad angegeben wurde, gibt WiiUAE keine Fehlermeldung aus. Von der HDF-Datei kann selbstverständlich auch gebootet werden, falls sich z.B. eine AmigaOS-Installation darauf befindet.
Hinweis: Wer eine HDF-Festplatte einbindet, sollte mindestens die Version 7 von WiiUAE verwendet, denn erst ab dieser Version funktioniert das Einbinden fehlerfrei. Bei WiiUAE 6 oder älter bootet der emulierte Amiga nicht mehr falls man Änderungen in der Konfiguration vornimmt.

Virtuelle Festplatten einbinden (❏ RDB)

Damit Festplatten unter AmigaOS partitioniert und formatiert werden können müssen die HDF-Dateien als ❏ RDB eingebunden werden, sonst werden sie von den HD-Tools unter AmigaOS nicht erkannt. Um dies zu bewerkstelligen muss folgender Eintrag in der uaerc-Datei (oder falls vorhanden uaerc.saved) hinzugefügt werden:

hardfile2=rw,:/uae/harddisks/hardfile.hdf,0,0,0,0,0,

Statt "hardfile.hdf", geben wir den Namen der HDF-Datei an die wir in den Ordner uae -> harddisks kopiert haben.
Wenn AmigaOS 3.x gestartet wurde, muss anschließend in den Icon-Eigenschaften von HD-Tools als SCSI_DEVICE_NAME das Device uaehf.device angegeben werden. Nun kann das Programm HD-Tools die virtuelle Festplatte partitionieren und formatieren.

Ordner als virtuelle Festplatten einbinden

Eine Ordner auf der SD-Karte (oder auch im Netzwerk oder USB-Festplatte) kann auch als virtuelle Festplatte genutzt werden. Dazu öffnen wir (falls vorhanden) die Datei uaerc.saved. Falls diese nicht vorhanden sein sollte, dann die Datei uaerc. In einer beliebigen Zeile geben wir folgendes ein:

filesystem2=rw,DH0:harddir:/uae/harddir,-127

Damit wird der Ordner "harddir", der sich auf der SD-Karte befindet, als Festplatte DH0 eingebunden und kann wie eine normale Festplatte genutzt werden. Natürlich kann der Name der Fesplatte geändert werden, indem man hinter "DH0:" einen beliebigen namen eingibt, z.B.:

filesystem2=rw,DH0:Work:/uae/harddir,-127

SMB-Freigabe

Die Roms (❏ ADF-Dateien) können, wie bereits angesprochen, auch von einem freigegebenen Ordner im Netzwerk gelesen werden, sofern die Wii mit einen Netzwerk verbunden ist. Dazu müssen die Netzwerkeinstellungen eingegeben werden. Auf der SD-Karte im Ordner UAE befindet sich eine Datei namens "uaerc.smb". Öffne diese Datei mit einen beliebigen Text-Editor am Pc.
Seit WiiUAE Version 7 kann die SMB-Unterstützung ein-/aus-geschaltet werden. In der Version 6 wurde immer nach einen Netzwerk gesucht, egal ob man dies wollte oder nicht. Das verzögerte den Start von WiiUAE dramatisch.
Damit WiiUAE bereits beim Startvorgang nach einer Netztfreigabe sucht, muss die Option "smb_enable" auf "true" gesetzt werden. Darunter gibt man Username/Passwort, IP-Adresse des Rechners auf den sich die Freigabe befindet und den Namen des freigegebenen Ordners ein. Startet man nun WiiUAE sollte beim Bootvorgang die Meldung "established connection to SMB share" angezeigt werden. Falls "Failed" erscheint, wurde keine Verbindung hergestellt. Überprüfe in diesem Falle die Netzwerkeinstellungen und stelle sicher, dass keine Firewall den Netzwerkverkehr verhindert. Wenn die Verbindung hergestellt wurde, kann die Option SMB (Other Options -> Port) ativiert werden. Anschließend sollte beim Einlegen einer virtuellen Diskette der Inhalt des freigegebenen Ordners angezeigt werden.

Konfigurationsdateien auf der Wii editieren

Die Konfigurationsdateien uaerc, uaerc.saved und uaerc.smb können mit einen beliebigen Text-Editor auf den PC editiert werden. Dazu muss aber jedes mal die SD-Karte aus der Wii entnommen werden und in ein Kartenlesegerät am PC eingesteckt werden. Ein Homebrew-Text-Editor auf der Wii kann eventuell hilfreich sein. Einer dieser Editor ist texEd. Damit lassen sich Texte mit ener virtuellen Tastatur editieren, USB-Tastaturen werden leider nicht unterstützt.

WiiUAE Turrican 2
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