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AROS Installation und Konfiguration

Was wird benötigt?
  • Aros
  • Optional: Kickstart Roms
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Das Betriebssystem Aros wurde in den letzten Jahren weiterentwickelt und hat stark an Funktionalität und Stabilität gewonnen. Die Installation, sowie die Bedienung ist intuitiv und setzt keine besonderen Kenntnisse voraus. Dennoch gibt es einige Dinge die vielleicht nicht beim ersten Versuch klappen. Es handelt sich hier also nicht um eine generische Anleitung für AROS, sondern um eine Hilfe wie man mit den kleinen Hürden bei der Installation, Einrichtung und der 68K-Emulation klarkommt.

Die Vorbereitungen

Der Icaros Desktop ist eine vorkonfigurierte AROS-Version die bereits alle Programme beinhaltet die wir benötigen. Auf der offiziellen Seite werden zwei Varianten des Betriebsystems angeboten: Die Live!- sowie die Light-Version. In der Live!-Version sind viele zusätzliche Programme sowie eine vorinstallierte virtuelle Maschine (Qemu) enthalten. Für unsere Test-Installation und für die Emulation von 68K-Programmen reicht die Light-Version vollkommen aus. Einen Vergleich zwischen den beiden Varianten findet man hier: Versions comparison

Wir laden also die Light-Version (Download) von Aros auf runter und entpacken das Image. Die resultierende ISO-Datei kann sowohl auf eine CD gebrannt, als auch direkt in einer virtuellen Machine (z.B. VirtualBox) installiert werden. Eine Anleitung wie die virtuelle Maschine konfiguriert werden soll wird es hier nicht geben, da einerseits keine besonderen Kenntnisse vorausgesetzt werden und andererseits würde dies den Rahmen der diese Anleitung sprengen. Dennoch hier ein Screenshot meiner VirtualBox-Konfiguration mit der ich die Installation von Aros durchgeführt habe.

VirtualBox-Konfiguration
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Systemvoraussetzungen

Laut Dokumentation werden folgende Systemvoraussetzungen benötigt:
Arbeitsspeicher: Mindestens 512Mb Ram (empfohlen 768Mb oder 1Gb)
Audio: SB128 (VMware), AC97 adapter (Virtualbox oder Qemu)
Netzwerk: Pcnet und e1000 (VMware), Pcnet-PCI II (Virtualbox)
Festplatte: 2Gb für die System-Partition und minimum 4Gb für die Work-Partition. Das AROS SFS Filesystem kann mit Festplatte bis zu einer Größe von 128Gb umgehen.

Die Installation in einer virtuellen Maschine sollte keine größeren Probleme bereiten. Auf einen echten Rechner hängt der Erfolg von der Hardware-Kompatibilität ab.

Die Installation auf Festplatte

Die Installation erfordert kein besonderes Wissen. Einfach von der gebrannten CD oder die in die virtuelle Maschine eingebundene ISO-Datei booten. Der Bootmanager sollte nun eingeblendet werden mit einer ganzen Reihen an Auswahlmöglichkeiten. Es können die verschiedenen Grafikmodi ausprobiert werden. "VESA graphics: 1024x768" sollte für die Installation ausreichen. Eine zu hohe Auflösung kann möglicherweise dazu führen, dass einige Bereiche des Bildschirmes nicht zugänglich sind.

HD Installation
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Wenn die grafische Oberfläche erscheint können wir sofort mit der Installation beginnen. Also doppelklicken wir auf "InstallAROS" um den Installationsmanager zu starten.

InstallAROS

Als erstes wählen wir die Option "Only use free space" wenn die Festplatte, oder ein Teil davon leer ist, oder wir löschen die gesamte Festplatte mit "Wipe disk".
ACHTUNG! Alle Daten werden unwiderruflich von der Festplatte gelöscht! Anschließend klicken wir auf "Proceed". Wir starten den Installationsmanager (nach einem System-Neustart) erneut. Der Punkt "Use existing AROS partitions" sollte jetzt ausgewählt sein. Also wieder weiter mit "Proceed".

Use existing AROS partitions
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Im nächsten Bild setzten wir einen Haken neben "Choose Language Options" wenn wir eine andere Sprache als Englisch einstellen möchten. Dann wieder weiter mit "Proceed".

Choose Language
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Optional kann uns der Installer eine zweite Partition namens "Work" einrichten (Use Work Partition). Für die korrekte Funktion ist diese nicht zwingend notwendig. Und jetzt klicken wir solange auf "Proceed" bis wir zu den Eingabe-Optionen bzw. Regions-Einstellungen kommen wo wir (falls gewünscht) die deutsche Tastatur einstellen. Hier darf man nicht vergessen den "Set-Button" und anschließend auf "Use" zu klicken. Sonst werden die Einstellungen nicht übernommen.
Bei der Frage "Full" oder "Custom"-Installation wählen wir "Full". Nach vollendeter Installation entfernen wir die CD und starten das System neu.

Full Installation
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Beim ersten Start werden wir gefragt ob wir einige Einstellungen vornehmen wollen. Das kann man zwar beruhigt machen, alle Einstellungen können auch nachträglich geändert werden. Also klicken wir auf "NO". Die grafische Oberfläche sollte nun geladen werden.

First Configuration
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Die Installation auf einem USB-Stick

Die Installation von AROS auf einem USB-Stick unterscheidet sich kaum von der Festplatteninstallation. Es reicht, den USB-Stick anstatt die Festplatte bei der Installation zu wählen.

USB-Stick
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Natürlich dauert die Installation entsprechend länger, da die Übertragung über den USB-Port üblicherweise langsamer ist. Wenn die Installation abgeschlossen ist, muss (falls notwendig) im Bios die Boot-Reihenfolge (oder die Konfiguration der Virtualbox) so geändert werden, sodass vom USB-Stick gebootet wird.

Der LIVE-USB-Stick (Read-Only)

Es handelt sich hier um eine Alternative zur LIVE-CD (oder DVD), besonders für Rechner in denen kein optisches Laufwerk verbaut wurde. AROS wird vom USB-Stick gebootet und kann somit getestet werden oder von dort auf eine Festplatte installiert werden. Auf den USB-Stick kann nur lesend zugegriffen werden. Die Erstellung des Sticks wurde sehr einfach gestaltet: Zuerst booten wir von der LIVE-CD und stecken den USB-Sick in den USB-Port, anschließend starten wir die Installation mit "InstallAROS". Jetzt wählen wir den Button neben "Wipe disk" und dann unter "Drive:" den USB-Stick.

Live USB Stick
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ACHTUNG! Mit einem Klick auf Proceed werden alle Daten von den gewählten Laufwerk gelöscht! Am besten, man entfernt alle USB-Laufwerke die nicht benötigt werden um zu verhindern, dass man das falsche Laufwerk löscht.

Wir klicken also auf "Proceed", beenden wir den Installer und starten das System neu. Anschließend starten wir wieder das Installationsprogramm, wo der Punkt "Use existing AROS partitions" und die USB-Partition bereits ausgewählt sein sollte. Um Datenverluste zu vermeiden, sollte nochmals sichergestellt werden, dass die richtige Partition gewählt wurde. Im nächsten Bild wählen wir ausschließlich die Punkte "Install AROS Core System" und "Install Bootloader". Der Rest wird später installiert.

Install AROS Core System
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Nun klicken wir so oft auf "Proceed" bis die Installation der gewählten Komponenten startet. Nach vollendeter Installation beenden wir den Installer mit einem Klick auf "Proceed" und starten das Installationsscript "Create Installation Pendrive" das sich im Root-Ordner der AROS Live-CD befindet. Dieses kopiert die fehlenden Komponenten auf den Stick ohne sie zu entpacken.

Create Installation Pendrive
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Create Installation Pendrive

Wenn der Kopiervorgang abgeschlossen ist, muss (falls notwendig) im Bios die Boot-Reihenfolge so geändert werden, dass vom USB-Stick gebootet wird.

Native und VESA-Grafiktreiber

Nach erfolgreicher Installation, kann es weiter gehen mit der Konfiguration. Die Einstellungen der Bildschirmauflösung können zwar mittels Konfigurationsprogramm "Screenmode" eingestellt werden, was aber in den meisten Fällen nicht möglich ist, da je nach Konfiguration die verfügbaren Auflösungen nicht aufgelistet werden. "Screenmode" befindet sich im Ordner "AROS -> Prefs"

Screenmode
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Wenn das System mit einen VESA-Treiber gestartet wurde, dürfte hier nur eine einzige Auflösung zu Auswahl stehen. Es kann also keine weitere Auflösung gewählt werden.

Den nativen Grafiktreiber laden

AROS bringt einige Grafiktreiber mit, die sich im Ordner "AROS -> DEVS -> Monitors" befinden. Damit der gewünschte Treiber geladen wird, muss dessen Priorität verändert werden. Klicke dazu auf den Treiber mit der rechten Maustaste und wähle den Punkt "Informationen" aus den Kontextmenü. Stelle jetzt die Priorität auf 1.

Native Driver
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Vergewissern wir uns, dass die Priorität der nicht benötigten Treiber auf 0 oder niedriger eingestellt ist. Das System kann jetzt neu gestartet werden und die Auflösung mit dem Konfigurationsprogramm "Screenmode" eingesehen werden. Übrigens: Im Ordner "AROS -> Storage -> Monitors" befinden sich weitere Grafiktreiber die in den Ordner DEVS kopiert werden können falls man diese benötigt.
Wenn es immer noch Probleme mit der Darstellung gibt, dann verwende den VESA-Treiber (Siehe weiter unten unter "Den VESA-Treiber laden"). Wenn hingegen alles korrekt funktioniert, dann sorgen wir dafür dass der native Treiber automatisch bei jeden Start von AROS geladen wird. Dazu müssen wir die Konfigurationsdatei des Bootloaders Grub bearbeiten. Wir starten einen beliebigen Texteditor (z.B. den JanoEditor) und öffnen damit die Datei "AROS -> Arch -> PC -> Grub -> grub.cfg", wo wir neben den Eintrag "set default=" den Wert 0 eingeben. Siehe folgendes Bild:

Native Driver
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Damit wird der erste Eintrag in der Liste von Grub geladen, was in unserem Fall der native Treiber ist. Optional kann neben "set timeout=" ein anderer Wert in Sekunden angegeben werden. Das ist die Zeit die der Bootloader Grub sichtbar sein soll bevor der den gewählten Eintrag ladet.

Den VESA-Treiber laden

Falls der native Treiber nicht so funktioniert wie erwartet, gibt es immer noch die Möglichkeit den VESA-Treiber zu installieren. Dazu starten wir den Rechner neu und sobald der Bootloader Grub angezeigt wird, drücken wir die Taste C. In der Eingabeaufforderung die nun eingeblendet wird, geben wir den Befehl "vbeinfo" ein. Jetzt sollte eine Liste mit den unterstützten Auflösungen angezeigt werden.

vbeinfo
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Wir merken uns die Auflösung die am besten zum verwendeten Monitor passt. Wir könnten jetzt direkt den Eintrag in Grub editieren und die gewählte Auflösung eintragen, die Wirkung wäre aber nur temporär, deshalb überspringen wir diesen Punkt und starten die Maschine neu. Wenn das Betriebssystem geladen wurde, starten wir einen beliebigen Texteditor (z.B. den JanoEditor) und öffnen damit die Datei "AROS -> Arch -> PC -> Grub -> grub.cfg", wo wir neben den Eintrag "set default=" die Ziffer des gewünschten Listeneintrages von Grub eingeben. Bedenke, dass der erste Eintrag mit 0 beginnt, der zweite mit 1 usw. Dann geben wir im entsprechenden Listeneintrag die gewünschte Auflösung neben "vesa=" ein. Im folgenden Bild sehen wir ein Beispiel wo der zweite Eintrag (also 1) mit der Auflösung 1280x1024 gewählt wurde.

grub.cfg
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Optional kann neben "set timeout=" ein anderer Wert in Sekunden angegeben werden. Das ist die Zeit die der Bootloader Grub sichtbar sein soll bevor der den gewählten Eintrag ladet.

Jetzt können wir die editierte Datei speichern und AROS neustarten. Wenn Grub geladen wird, sollte der von uns editierte Eintrag bereits markiert sein und AROS sollte die Oberfläche mit der von uns gewählten Auflösung darstellen. Unter "AROS -> Prefs -> Screenmode" sehen wir, welche Auflösung aktuell verwendet wird.

Audio und die Dummy-SoundKarte

Die Einstellungen für die Audio-Ausgabe sind unter "AROS -> Prefs -> AHI" zu finden.

AHI

AROS erkennt vergleichsmäßig wenige Audiokarten. Ist aber eine kompatible Karte im Rechner verbaut, wird diese automatisch erkannt und aktiviert. Folgende Audiokarten werden unterstützt: AC97, SB128 und HDAudio.
Manche Programme verweigern den Dienst wenn keine Audiokarte vorhanden ist bzw. wenn diese nicht konfiguriert wurde. Ist man nicht im Besitz einer kompatiblen Karte, kann immer noch ein Dummy-Treiber installiert werden, der zwar natürlich keinen Ton ausgibt, aber den System eine funktionierende Audiokarte vorgaukelt. Das problematische Programm sollte damit korrekt laufen. Im Konfigurationsfenster der Sound-Einstellungen AHI muss dazu der VOID-Treiber installiert werden. Beachte, dass der VOID-Treiber nur auswählbar ist, wenn kein geeigneter Treiber für die verbaute Sound-Karte gefunden wurde.

Void Driver
Datenübertragung mit YAFS (FTP)

Ist AROS einmal installiert und konfiguriert, möchte man vielleicht einige Daten von einen anderen Rechner übertragen. Zwar sollte AROS auch SMB-Verbindungen beherrschen, diese können aber laut Dokumentation nur mit Windows XP geöffnet werden. Neuere Betriebsysteme werden noch nicht unterstützt. Natürlich geht das auch mit einen ganz normalen USB-Stick, komfortabler wäre es aber wenn der AROS-Rechner im Netzwerk eingebunden werden könnte. Um dies zu ermöglichen muss ein FTP-Server gestartet werden, der bei jeden Start von AROS geladen wird. Der Server lässt sich mit einer einzigen Checkbox einschalten, unter "Prefs -> Icaros Settings -> Networking -> FTP file share".

Yafs FTP

Damit wir auf den Server zugreifen können, brauchen wir die IP-Adresse des AROS-Rechner, und diese wird uns vom ❏ Shellbefehl "ifconfig -a" angezeigt. Die ❏ Shell befindet sich unter "Aros -> System -> ❏ Shell".

ifconfig

Die IP-Adresse wird neben der entsprechenden Schnittstelle (üblicherweise net0:) angezeigt. Wenn hier nur 0.0.0.0 steht, wurde das Netzwerk noch nicht konfiguriert bzw. ❏ DHCP konnte keine Adresse beziehen. Wenn der AROS-Rechner sich im Netzwerk befindet, können wir von einem anderen Computer im Netz darauf zugreifen. Hier ist allerdings eine Kleinigkeit zu beachten. Der FTP-Server scheint noch nicht ganz ausgereift zu sein. Mit einigen FTP-Clients kann keine Verbindung hergestellt werden, auch wenn die Konfiguration korrekt ist. Ich empfehle den Client Filezilla mit den es bei meinen Tests keine Schwierigkeiten gab. Folgende Daten müssen im FTP-Client eingegeben werden:

• IP-Adresse des AROS-Rechners
• Username: anonymous
• Password: (nicht nötig)
• Verbindungsart: Aktiv

Filezilla
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Jetzt können Daten zum und vom AROS-Rechner kopiert werden. Der Ordner "MyWorkspace" wird automatisch freigegeben und ist somit im FTP-Client sichtbar.

Amiga-Emulation mit Janus und Amibridge

Unter AROS kann Amigasoftware selbstverständlich nicht nativ ausführt werden. Dafür gibt es einen Emulator der dafür sorgt, dass Amiga Software so gut wie möglich in AROS integriert wird. Es gibt verschiedene Möglichkeiten Amiga-Programme zu starten, die hier beschrieben werden. So wie man es vielleicht von WinUAE gewohnt ist, kann eine vom Host-System unabhängige Umgebung gestartet werden. Der dafür zuständige Emulator in AROS nennt sich Janus. Wahlweise steht uns AmigaOS 3 (Amiga Forever) oder Wanderer 68K zur Verfügung. Um den ❏ Kickstart müssen wir uns keine Gedanken machen, da bereits ein "❏ Kickstart replacement ROMs" vorhanden sind. Selbstverständlich können diese durch eigene ersetzt werden oder von Amiga-Forever verwendet werden.

Bevor es losgeht, sollte man sich folgende Tastenkombination für den Janus-Emulator merken. Sonst kann es schnell passieren, dass die Emulation im Vollbild-Modus startet und wir keine Möglichkeit finden den Emulator zu beenden: Ctrl + Alt + J
Damit wir das Konfigurationsmenu von Janus eingeblendet. Mit einem Klick auf "Quit" wird die Emulation beendet.

Wanderer 68K

Die Wanderer 68K Umgebung wird ganz einfach mit einen Klick auf die Verknüpfung "Wanderer 68K" gestartet.

Wanderer 68K

Einmal geladen, kann Amiga-Software ausgeführt werden. Die Ordner des AROS-Host Systems werden mit eingebunden.

Wanderer 68K
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Somit können Daten zwischen 68K und x86-Umgebung ausgetauscht werden. Wird das 68K heruntergefahren gelangt man wieder zurück zu AROS (x86).

Vollbild oder Fenstermodus

Im Normalfall wird die Amiga-Emulation Wanderer 68k im Vollbild angezeigt. Das wird, falls gewünscht, mit den "Preset Loader" verändert, der sich unter "AROS -> System -> Amibridge -> AmigaApps -> bPreset Loader" befindet. Nach den Aufruf des Preset Loaders klicken wir auf den Button "Choose a Preset". Daraufhin werden vier Preset-Files angezeigt.

Preset Loader
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Mit "Fullscreen" (default) wird die Amiga-Emulation im Vollbild-Modus angezeigt. Mit "Windowed Layer" hingegen im Fenster-Modus, was wir für unserem Test auswählen. Die nachfolgenden Bestätigungsfenster einfach mit "Enable" bzw. "Save" bestätigen. Wenn die Wanderer 68k Amiga-Emulation jetzt gestartet wird, erscheint ein Auswahlmenu wo wir die gewünschte Auflösung bestimmen. Daraufhin wird die Emulation wieder beendet, was auf den ersten Blick etwas irritieren ist. Wir starten nochmals die Wanderer 68k Amiga-Emulation die den virtuellen Amiga in der eingestellten Auflösung darstellt.

Fullscreen
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Fullscreenn
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68K-Programme oder ❏ ADF-Dateien laden

Wenn die 68K-Umgebung mit den Emulator Janus geladen wurde, können 68k-Programme ganz normal gestartet werden. Es gibt aber noch eine schnellere Methode Programme direkt aus der AROS x86 Umgebung zu starten.

Verknüpfung zu einem 68K-Programm erstellen

Unter "AROS -> System -> Amibridge -> AmigaApps" liegt ein Script namens "ADD_SHORTCUT". Wird dieses mit einem Doppelklick geladen, kann ein beliebiges 68K Programm (keine ❏ ADF-Datei) ausgewählt werden, als Beispiel hier der Eagle Player. Daraufhin wird eine Verknüpfung erstellt die im Ordner "Shortcuts" abgelegt wird. (Siehe "AROS -> System -> Amibridge -> AmigaApps -> Shortcuts"). Das gewählte 68K-Programm ist nun auch Amistart-Panel zu finden.

ADD_SHORTCUT
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Der Amiga-Emulator ladet das 68K-Programm in einem Fenster, ohne weitere überflüssige Bestandteile der Workbench zu laden.

ADD_SHORTCUT
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Wird die Verknüpfung nicht mehr gebraucht, kann sie einfach aus den Ordner "AROS -> System -> Amibridge -> AmigaApps -> Shortcuts" gelöscht werden.

Verknüpfung zu ❏ ADF-Dateien erstellen

Ähnlich wie bei 68k-Programmen, können auch ❏ ADF-Dateien verknüpft werden die anschließend über das Amistart-Panel geladen werden. Unter "AROS -> System -> Amibridge -> AmigaApps" befindet sich das Script "ADD_❏ ADF-Game". Doppelklicken wir auf dieses, werden wir aufgefordert das gewünschte ❏ ADF_image auszuwählen. Anschließend müssen wir einen Namen für die Verknüpfung angeben. Handelt es sich um ein OCS/ECS-Programm wählen wir im nächsten Fenster die Option "AROS 500", für AGA-Software hingegen "AROS 1200".

ADD_ADF-Game

Wenn das zu verknüpfende Programm aus mehreren ❏ ADF-Dateien besteht muss im folgenden Fenster der Button "Add other discs" gedrückt werden, woraufhin weitere Disketten hinzugefügt werden können. Wenn alle Disketten hinzugefügt wurden klicken wir auf den Button "No more discs" und dann auf "RUN" um das soeben verknüpfte Programm zu starten.

ADD_ADF-Game
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Pinball Dreams
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Wenn wir jetzt den Ordner "AROS -> System -> Amibridge -> AmigaApps -> Floppy" öffnen sehen wir eine Datei mit den Namen den wir gewählt haben. Zusätzlich befindet dich im selben Ordner eine versteckte Script-Datei mit der Endung .urc. Dies ist die Janus-Konfigurations-Datei mit der das Programm emuliert wird. Sollte die verknüpfte Software nicht korrekt laufen, kann also hier die Konfiguration angepasst werden. Das eingebundene Programm sollte auch über das Amistart-Panel auffindbar sein.

ADD_ADF-Game
Integrated Emulation Mode

Janus, der Amiga-Emulator von AROS, kann 68K-Programme in einer eigenen Umgebung emulieren. Im "Intergrated Mode" werden die Amiga-Programme allerdings so emuliert, dass nur das eigentliche Programmfenster zu sehen ist. Der Rest der 68K-Workbench wird ausgeblendet. Amiga-Programme werden in die x86-Umgebung so gut wie es geht integriert. Da die 68K-Programme auf das Dateisystem von AROS zugreifen können, gibt es kaum noch einen Unterschied zwischen einem nativen x86- und einem emulierten 68K-Programm. Damit die emulierten Programme im "Intergrated Mode" laufen, ist folgendes Script zu starten: "AROS -> System -> Amibridge -> AmigaApps -> Preset Loader". Im Fenster das sich daraufhin öffnet, klicken wir auf "Choose a Preset".
Dann wählen wir den Eintrag "Integration", bestätigen mit "Select", klicken auf "Enable" und zuletzt speichern wir die Einstellungen mit "Save".

Integrated Emulation Mode

Jetzt starten wir die Emulation indem wir das Script "AROS -> System -> Amibridge -> AmigaApps -> AROS M68K" ausführen. Wir werden feststellen, dass die Emulations-Umgebung startet, aber dann wieder verschwindet. Nur ein kleines Fenster bleibt eingeblendet das den erfolgreichen Start der Umgebung bestätigt. Wenn wir jetzt auf "Continue" klicken, können die 68K-Programme emuliert werden. Im Ordner "AROS -> Extras -> 68K -> Work -> 68k-Apps" befinden sich bereits einige 68K-Tools die getestet werden können. Als Beispiel-Programm sollten wir den EaglePlayer starten, der nur ein kleines Fenster für die Darstellung benötigt.

EaglePlayer
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Hinweis für Magellan-User:
Wenn Magellan als grafische Oberfläche verwendet wird, können die 68K-Programme nicht mit einem Doppelklick gestartet werden. Stattdessen muss die rechte Maustaste gedrückt und der Eintrag "WB Run" gewählt werden.

Alternative: 68K-Programme werden in der ❏ Shell mit den Befehl "wbrun" gestartet.

wbrun
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Benutzerdefinierte Janus-Konfiguration

Wie weiter oben beschrieben, wird 68k-Software über vorkonfigurierte Scripts ausgeführt. Was aber wenn wir eine eigene Janus-Konfiguration erstellen möchten? Der Emulator Janus (janus-uae) befindet sich im versteckten Ordner "AROS -> System -> Amibridge -> emulator". Wenn dieser mit einen Doppelklick ausgeführt wird, werden die Einstellungen der Konfigurationsdatei "uaerc.config" übernommen. Wir stoppen die aktuelle Emulation mit der Tastenkombination CTRL+ALT+J und klicken auf "Stop". Jetzt können wir die Optionen nach unseren Wünschen anpassen.

Janus-Configuration
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Anschließend speichern wir die Einstellungen in mit einem Klick auf den Button "save as" und geben der Konfigurationsdatei einen Namen. Bei Bedarf kann diese nun geladen werden.

Der ❏ Kickstart

Mit Janus können natürlich beliebige ❏ Kickstart-Versionen verwendet werden. Wo finde ich diese Kicktart-Roms? Der ❏ Kickstart-Rom ist zwar leicht im Internet zu finden, allerdings ist das Runterladen dieser Abbilder illegal, weil die Rechte im Besitz der Firma Cloanto sind.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten ein Abbild des ❏ Kickstarts zu bekommen:
• Aros bringt ein "KickStart replacement ROM" mit, der für die meisten Spiele/Programme funktionieren sollte. Dieser befindet sich unter "AROS -> System -> AmiBridge -> rom". Auch der "extended Rom" muss eingebunden werden
• Wer im Besitz eines echten Amigas ist, kann ein Abbild des Kickstarts erstellen.
• Eine weitere Möglichkeit ist das Importieren der ❏ Kickstart-Dateien von der Amiga Forever.

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