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Kopiergeschützte Disketten kopieren

Was wird benötigt?
  • Amiga
  • Externes Diskettenlaufwerk
  • Komponenten für Dongle (Siehe Beschreibung)
  • Cyclone V
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Die Daten auf einer Diskette halten leider nicht ewig. Besonders bei alten Spielen darf man sich nicht wundern, wenn die Daten nicht mehr gelesen werden können. Deshalb ist es sinnvoll eine Kopie der Spiele zu fertigen, damit man im Notfall eine Sicherheitskopie hat. Natürlich gibt es im Netz fast jedes Spiel in Form von Emulator-Images zum Runterladen. Doch meistens findet man nur die gecrackten Versionen und außerdem geht nichts über das Original. Leider sind die meisten Spiele kopiergeschützt, was das ganze erschwert. Mit Programmen wie X-Copy oder D-Copy kommt man auch nicht weit. Da hilft nur ein kleiner Hardware-Eingriff. Es handelt sich um einen Dongle der zwischen Amiga und dem externen Laufwerk gesteckt wird. Das setzt natürlich voraus, dass man ein zweites externes Diskettenlaufwerk und ein geeignetes Kopierprogramm, wie z.B. Cyclone besitzt.

Hinweis: Diese Anleitung soll nicht dazu dienen Raubkopien von Spielen zu erstellen, sondern nur Sicherheitskopien für den eigenen Gebrauch. Nur weil ein Spiel einige Jahre auf den Buckel hat, bedeutet dies nicht, dass es nicht einem Copyright unterliegt!

Der Dongle

Wie schon erwähnt, brauchen wir nicht nur einen Amiga, sondern auch ein externes Diskettenlaufwerk und einen Dongle. Für Cyclone gibt es zwei verschiedene Typen dieser Dongles. Die alte Version vertauscht lediglich ein paar Leiterbahnen zwischen dem Amiga und dem externen Diskettenlaufwerk und ist somit für uns leicht nachzubauen. Im neuen Model ist hingegen unter Anderem ein PAL-Chip eingebaut, was den Nachbau sehr erschwert. Wir beschränken uns also auf die alte Version.
Wir brauchen dazu lediglich zwei 23 polige D-SUB-Stecker (1 x Buchse + 1 x Stecker) und ein paar Verbindungsleitungen. Zugegeben, die 23 poligen Sub-Stecker sind nicht mehr leicht zu finden. Ich habe sie beispielsweise aus einer nicht reparablen A2000-Platine entnommen. Hier der Schaltplan des Dongles:

Cyclone Dongle
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Hinweis: Wer es sich nicht zutraut diese kleine Bastelei durchzuführen, dem rate ich diese Arbeit von einem erfahrenen Bastler anfertigen zu lassen. Denn eine falsche Verkabelung kann zu Hardwareschäden führen! Außerdem darf der Dongle bzw. das externe Laufwerk nur mit abgeschalteten Computer eingesteckt werden.

Die Software

Natürlich brauchen wir eine Software die das Kopieren mit unserem Adapter auch unterstützt. Cyclone V ist hier die erste Wahl. Unter folgendem Link finden wir das Programm im ❏ ADF-Format: amigafuture.de. Die heruntergeladene Datei nennt sich "xcopypro_xmas93_2008", darauf befindet sich aber neben X-Copy auch Cyclone.

Zwar handelt es sich hier nicht um die aktuellste Version, allerdings unterstützt diese die alte Bauweise des Adapters. Neuere Versionen wie die v14.02 verweigern die Zusammenarbeit mit unserem Adapter. Wie man das ❏ ADF-Image mit Cyclone auf den echten Amiga kopiert, kann man aus einer der verschiedenen Anleitungen entnehmen.

Cyclone Main
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Die Laufwerke

Prinzipiell kann zwar jeder Amiga mit externem Laufwerk genutzt werden, allerdings kann hier möglicherweise schon das erste Problem auftreten. Das interne und das externe Laufwerk sollten die selbe Umdrehungsgeschwindigkeit haben, bzw. ein Unterschied von maximal 0,3 U/min sind noch im Rahmen. Bevor wir also beginnen, unsere Spiele zu kopieren, sollten wir die Geschwindigkeit der Laufwerke vergleichen. Dazu starten wir Cyclone, legen zwei Disketten ein und drücken so oft auf die Leertaste bis die Option "Geschwindigkeitstest" erscheint. Mit Enter wird der Test gestartet. Bei meinen Tests war der Geschwindigkeitsunterschied zwischen dem Laufwerk des A600 und dem externen Laufwerk (Commodore 1011) zu groß. Zwischen A1200 und Commodore 1011 hingegen gab es keine Unterschiede. Leider lässt sich die Geschwindigkeit nicht einstellen. Würde man einen Kopiervorgang mit Diskettenlaufwerken unterschiedlicher Geschwindigkeit starten, würde das Kopieren sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. Die Wahrscheinlichkeit einer gelungenen Kopie, verringert sich außerdem drastisch.

Der Kopiervorgang

Haben wir zwei Diskettenlaufwerke mit synchroner Geschwindigkeit gefunden, können wir probieren ein Spiel zu kopieren. Wir starten also Cyclone und drücken die Leertaste so oft, bis die Option "APWM Index Copy" erscheint. Wir legen das zu kopierende Spiel (DF0:) und eine leere Diskette (DF1:) ein und drücken Enter.
Vorsicht: Die Daten auf der Zieldiskette werden überschrieben, bzw. evtl. vorhandene Daten werden unwiderruflich gelöscht!
Es gibt keine hundertprozentige Garantie, dass das Spiel korrekt kopiert wird, doch die Chancen stehen gut. Sollte mal ein Spiel nicht kopiert werden können, dann hilft vielleicht die Kopier-Option "APWM Deep Nibble Mode".
Sollte hingegen eine Fehlermeldung wie im folgenden Bild erscheinen, stimmt was mit dem Dongle nicht. Kontrolliere in diesem Fall die Verdrahtung.

Cyclone Fail
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