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Commodore 64GS

ProzessorMOS 6510
Prozessortakt1 MHz
Arbeitsspeicher64KB
LaufwerkeKeine
ErweiterunsgschnittstellenExpansionsport
Externe SchnittstellenUserport, Audio/Video-Port, HF-Ausgang, 2 x Joystick
Baujahr1990
VerbreitungGering
Preview
Der Commodore 64 Games System, kurz C64GS, kam 1990 auf den Markt und war ein unüberlegter Versuch von Commodore, den immer stärker werdenden Konsolenmarkt zu trotzen. Offensichtlich versuchte Commodore dies mit einen möglichst geringen Aufwand zu machen. Denn intern werkelt ein ganz normaler, abgespeckter C64 (C64 C). Die meisten Konsolen der Konkurrenz waren zu diesem Zeitpunkt schon mit der 16Bit Architektur ausgestattet. Der bereits betagte C64 lief lediglich mit 8Bit. Sämtliche Schnittstellen wurden einfach entfernt bzw. die Öffnungen an der hinteren Seite des Rechners geschlossen und unbrauchbar gemacht. Die serielle Schnittstelle wurde ausgelötet, die Lötpunkte sind allerdings noch zu sehen. Übrig geblieben sind lediglich die Video-Schnittstellen, die Joystick-Ports und die Buchse für das Netzteil. Der Userport wurde, Commodore sei dank, nach oben gerichtet damit die Steckmodule komfortabler eingesteckt werden konnten. Ohne Tastatur und die Möglichkeit Laufwerke anschließen zu können, entstand natürlich ein wesentlicher Nachteil. Es können ausschließlich Steckmudule verwendet werden, die die Verwendung der Tastatur nicht benötigen, was zur Folge hatte, dass Spiele die bereits auf den Markt waren unter umständen nicht mehr verwendbar waren. Zwar stellten manche Spielehersteller (z.B. System 3 und Domark) einige Spiele für den GS her, doch viele davon waren nur angepasste alte Spiele die bereits für den normalen C64 erschienen sind, wie z.B. Batman the Movie. Commodore selbst hat nie Spiele für den GS hergestellt. Auf einen Steckmodul konnten bis zu 512 KB an Daten untergebracht werden und somit auch mehrere Spiele Platz finden. Wie auch das mitgelieferte Modul, auf den sich die Spiele Klax, Fiendish Freddy, Flimbos Quest und International Soccer befanden. Nicht zuletzt weil diese "Konsole" nur in Englgand zu einen Preis verkauft wurde der den normalen C64 entsprach, wurde daraus ein Flop. Auch Commodore erkannte dies und stellte die Produktion ein. Trotz des fehlenden Erfolges, oder vielleicht gerade deswegen, ist der C64GS bei Sammlern sehr beliebt und wir mit recht hohen Preisen gehandelt. Manchmal tauchen auch leere Gehäuse zum Verkauf auf, in denen man eine C64 Platine einbauen kann.
Varianten
  • C64GS (C64 Platine in Consolengehäuse)
  • C64CGS (C64C Platine in Consolengehäuse)

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